Mittwoch, 20. Mai 2009

Allgemeine Thesen und Definitionen zu dem Thema „Faction“ bzw. „Fakt und Fiktion“ // Teil 1

„Science Fiction ist ein Unterhaltungs-Genre, das hauptsächlich belletrischtisch und filmisch Zukunft, Wissenschaft, Fortschritt und Technik, aber auch generell Veränderungen und gesellschaftlichen Wandel thematisiert.“1

Fiktion ist jener geistige Bereich, auf dem wir uns mit Annahmen bewegen. Wir nehmen an, dass eine Tatsache, die nicht oder noch nicht real ist, es wäre und bewegen uns geistig in dieser Welt, sehen sie uns an, fühlen uns in sie hinein und erforschen sie somit.
Unter Science Fiction versteht man den geistigen Bereich der Annahme der sich auf die Wissenschaftlichkeit, also Nachvollziehbarkeit stützt. Unter einem Faktum versteht man einen allgemein erwiesenen Sachverhalt. Das lateinische factum verweist auf den Charakter des Gemachten oder Geschehenem in dem Ausdruck.
„Lässt sich somit nicht jedes literarische Textsubstrat der Gattung Science Fiction in den Bereich der „Faction-Literatur“ einordnen, da der Begriff Science Fiction bereits die Wissenschaft/den Fakt beinhaltet?

Bei der Science Fiction haben wir es nun mit Annahmen zu tun, die sich auf Wissenschaft beziehen. Der Autor geht also davon aus, dass irgendetwas, das dem heutigen Stand der Wissenschaft nach noch nicht möglich wäre, bereits nutzbar gemacht wurde. Auf der Basis dieser Annahme oder dieses Annahmen Geflechts erzählt er dann eine Geschichte, die zumeist von den Folgeerscheinungen dieser Erfindungen handelt; anhand derer zeigt der Autor gerne Vor- und Nachteile einer solchen Entwicklung auf und lässt sein Werk dadurch als Warnung oder Vorbild für die Gesellschaft sprechen.


Quelle/Zitat: 1 Schröder, Torben/ Achim, Bühl (Hrsg.), Science Fiction als Social Fiction. Das gesellschaftliche Potential eines Unterhaltungsgenres. Münster: LIT 1998 (Studien zur Science Fiction, Band 1)
http://books.google.at/books?id=PC6cjGIlOmYC&printsec=frontcover

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